Energie aus Wasserkraft

Hallo liebe Mitleser,

nachdem mein erster Blogbeitrag über die Basics der Energiewende so gut angekommen ist, will ich nun noch näher auf die Wasserenergie eingehen. Diese rückt besonders bei aktuellen politischen Themen, die kontrovers diskutiert werden hinsichtlich Nachhaltigkeit und ökologischen Aspekten, in den Mittelpunkt eines Diskurses.

 

Struktur_der_Energiegewinnung_in_Deutschland
Struktur der Energiegewinnung in Deutschland

Obwohl diese Form der nachhaltigen Energiegewinnung laut Statista bisher nur ca. 3% der gesamten Brutto Energie in Deutschland liefert, wird sie, besonders in der Zukunft, essentiell sein für die Energieversorgung von Deutschland. Wenn man die gesamte Lage Europas hinsichtlich der Versorgung mit nachhaltiger Energie durch alleinige Wasserkraft betrachtet, fällt jedoch der vergleichbar hohe Anteil mit 35% auf. Ähnlich wie Windenergie,  ist die Wasserkraft jedoch auch sehr von den regionalen Bedingungen und Möglichkeiten der Nutzung abhängig. So wird sie zu einem bedeutenden Großteil vor allem in den südlichen Regionen von Deutschland angewendet und genutzt. Dort bieten besonders die alpinen Regionen und die natürlichen Gefälle ideale Voraussetzungen um Energie zu gewinnen. Die Argumente, die für die Verwendung dieser Energiegewinnung sprechen, fokussieren dabei nicht nur ökologisch und soziale Nachhaltigkeit, sondern auch die ökonomische. Wasserkraft soll besonders wettbewerbsfähige Preise schaffen und als sichere und zukunftsorientierte Form gelten, welche immun ist gegen Schwankungen und temporäre Ausfälle, im Vergleich zu anderen regenerativen Energien, wie Solar, Wind, oder Biomasse.

Ein besonders interessantes Feature sind dabei Pumpwerke. Diese können durch natürliche Gefälle Energie sicher speichern und ersticken somit das Argument des sogenannten „freien Stromes“ im Keime. Bei alternativen Stromversorgungsarten der regenerativen Energien besteht dagegen das Problem, dass die Energie häufig nicht ideal oder umfassend gespeichert werden kann, sodass sie zu einem sehr günstigen Preis zunächst ins Ausland verkauft wird um sie später teurer zurück zu erwerben.

Aber nicht nur als Speicherung von Überschüssen an Strom können Pumpspeicher eingesetzt werden. Stattdessen bieten sich auch eine Art Sicherung bei einem Ausfall von anderen erneuerbaren Energien, wie Biomasse, Wind oder Sonne, wobei die letzten die größten Risikoträger sind, da ihre Beschaffenheit und Verfügbarkeit stark saisonal und wetterabhängig bedingt ist.

Wasserkraft nutzen
Wasserkraft nutzen

Obwohl die Innovationen in der Branche der Wasserkraft sich zunächst nur auf die Kraftwerke bezogen, so kommen nun auch immer mehr alternative, ortsunabhängige Formen der Nutzung dieser Energie auf. Als modernes und ausgereiftes Beispiel dient hierbei die Strom-Boje. Diese kann beliebig im Wasser, besser gesagt ein wenig unter der Wasseroberfläche, positioniert werden, hat keine negativen für das Ökosystem, wie die Artenvielfalt im Meer, und kann so bis zu 70 kW erzeugen.  Das macht sie nicht nur zu einem vielseitig einsetzbaren Multitalent, sondern auch zu einer umweltfreundlichen, schonenden und eingriffsarmen Möglichkeit der Energiegewinnung.

Ich hoffe sehr, dass es euch dieser Artikel weitere Einblicke in die Welt der Wasserkraft ermöglicht hat und euch gefallen hat. Mir liegt es besonders am Herzen, sowohl Vor- als auch Nachteile dieser zukunftsfähigen Energiequelle zu beleuchten. In der Zukunft werden noch weitere Blogeinträge zu diesem Thema folgen und ich werde euch mit zu ein paar privaten Ereignissen meinerseits nehmen. Außerdem werde ich die ökologischen Konsequenzen und Debatten zu  der Wasserenergie noch mehr beleuchten. Dafür werde ich Stimmen von Umweltschützern, Anglern, Meeresexperten und Anlagenbetreibern in den Fokus nehmen, vergleichen und daraus ein Fazit ziehen.

Hoffentlich bis sehr bald!
Euer Christian